Mehrweg mit neuen Ideen weiterentwickeln: Deutsche Umwelthilfe und Stiftung Initiative Mehrweg schreiben Mehrweg-Innovationspreis 2024 neu aus

Mehrweg mit neuen Ideen weiterentwickeln: Deutsche Umwelthilfe und Stiftung Initiative Mehrweg schreiben Mehrweg-Innovationspreis 2024 neu aus

NEWS

Mehrweg mit neuen Ideen weiterentwickeln: Deutsche Umwelthilfe und Stiftung Initiative Mehrweg schreiben Mehrweg-Innovationspreis neu aus

  1. Mehrweg-Innovationspreis für Getränkeverpackungen wird zum 14. Mal ausgelobt
  2. Innovationen sollen Umwelt- und Klimavorteile von Mehrwegsystemen gegenüber Einwegverpackungen vergrößern
  3. Abfüller, Produktdesigner, Flaschenhersteller, Logistiker und Getränkeunternehmen sind aufgerufen, sich mit fortschrittlichen Ideen bis zum 30. Juni 2024 zu bewerben

Berlin, 25.3.2024: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) schreiben zum 14. Mal den Mehrweg-Innovationspreis aus. Die beiden Organisationen rufen Abfüller, Produktdesigner, Flaschenhersteller, Logistiker und Getränkeunternehmen mit fortschrittlichen Ideen auf, sich für den Preis zu bewerben. Ausgezeichnet werden herausragende Leistungen und Initiativen, die zu innovativen Weiterentwicklungen von Mehrwegsystemen für Getränkeverpackungen beitragen.

„Regionale Mehrwegsysteme leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der gesetzlichen Klimaschutzziele und helfen dabei, Ressourcen einzusparen. Durch weitere Innovationen in diesem Bereich kann die Umwelt sogar noch stärker entlastet werden. Denn auch bei gut funktionierenden Mehrwegsystemen ergeben sich immer neue Ansatzpunkte für weitere Optimierungen, wie zum Beispiel Verpackungsgewichte, Umlaufzahlen, Spülprozesse, Waschvorgänge, Logistikstrukturen und vieles mehr. Mit dem Mehrweg-Innovationspreis möchten wir beispielgebende Entwicklungen aufzeigen und in die breite Anwendung bringen, um den ökologischen Vorsprung von Mehrweg gegenüber Einweg weiter auszubauen“, sagt die DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

„Egal ob bei Flaschen, Bechern, Essensboxen oder Transportkisten: Mehrweg verfügt über ein riesiges Marktpotential zum Durchstarten, weshalb jetzt der richtige Zeitpunkt für Investitionen in Innovationen ist. Mit dem Mehrweg-Innovationspreis möchten wir auf die besten Innovationen aufmerksam machen. Für die Umwelt, nachhaltige Lieferketten und zufriedene Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir freuen uns deshalb auf möglichst viele Bewerbungen“, sagt der SIM-Geschäftsführer Jens Oldenburg.

Die Ausschreibung läuft bis zum 30. Juni 2024 und richtet sich an Verpackungshersteller, Produktdesigner, Getränke- und Lebensmittelproduzenten, Abfüller und Logistiker, genauso wie an Handelsunternehmen, wissenschaftliche Institute und Organisationen. Die Verleihung des Mehrweg-Innovationspreises findet im Herbst auf der 3. Deutschen Mehrwegkonferenz in Berlin statt.

Links:

  1. Die Ausschreibungsunterlagen zum Mehrweg-Innovationspreis 2024 finden Sie hier: https://l.duh.de/p240325a
  2. Mehr Informationen zum Mehrweg-Innovationspreis finden Sie hier: https://www.duh.de/mehrweg-innovationspreis/

Kontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin DUH
0170 7686923, metz@duh.de

Dr. Jens Oldenburg, Geschäftsführer Stiftung Initiative Mehrweg
0172 1757311, j.oldenburg@stiftung-mehrweg.de

Pressemitteilung zum Download

 

 

Als langjähriges Jurymitglied unterstützt Pro Mehrweg die Ausschreibung zum Mehrweg-Innovationspreis. Wir freuen uns auf viele Bewerbungen!

„Einfach mal nach Mehrweg fragen“ – Aktionsmonat von Reusable To-Go im Pilotmarkt Mehrweg.Modell.Stadt.

„Einfach mal nach Mehrweg fragen“ – Aktionsmonat von Reusable To-Go im Pilotmarkt Mehrweg.Modell.Stadt.

NEWS

Der hessische Umweltminister Ingmar Jung unterstützt die Initiative „Reusable To-Go“ (Foto: Umweltministerium Hessen)

Der Pilotmarkt Mehrweg.Modell.Stadt. der Initiative Reusable To-Go tritt ab 26.02.2024 mit 11 teilnehmenden Betrieben und 85 Ausgabe- und Rücknahmestellen in Wiesbaden, Mainz und Umgebung in die nächste Projektphase ein. Unter dem Motto „Einfach mal nach Mehrweg fragen“ möchten wir dazu aufrufen, sich in den kommenden Wochen bewusst mit dem Thema Mehrweg im Außer-Haus Verzehr auseinander zu setzen. Die offene Rücknahme in Betrieben und Automaten ermöglicht die Rückgabe von Mehrwegbechern in „Armeslänge“ an vielen Orten in den Innenstädten von Mainz und Wiesbaden.

Offiziell eingeläutet wird dieser Meilenstein mit zwei Vor-Ort Terminen am 26.02.2024:

  • Mainz: Start um 11 Uhr in der Filiale des Backhaus Schröer (Ludwigstraße) mit Umweltdezernentin Janina Steinkrüger, Dr. Dirk Grünhoff (Abteilungsleiter Klimaschutzministerium Rheinland-Pfalz) und Dr. Robert Reiche (Projektleiter Mehrweg.Modell.Stadt, CONET Solutions GmbH)
  • Wiesbaden: Start um 14 Uhr an der Filiale der Bäckerei Dries (Webergasse) mit dem hessischen Umweltminister Ingmar Jung (CDU), der Wiesbadener Bürgermeisterin Christiane Hinninger und Dr. Robert Reiche (Projektleiter Mehrweg.Modell.Stadt, CONET Solutions GmbH)

In dem Aktionsmonat bis Ende März 2024 werden die teilnehmenden Betriebe ihre Mehrwegbecher auf serialisierte, einheitliche Becher umstellen. Die Becher können in allen teilnehmenden Ausgabestellen und in 40 Rücknahmesäulen zurückgegeben werden. Die genutzten Mehrwegbecher können in den Betrieben in bereitgestellten Sammelboxen gesammelt und auf Bestellung abgeholt werden. Die Leerung der Rückgabeautomaten erfolgt durch das Projekt. Eine professionelle Reinigung der Becher in einem zertifizierten, städtischen Betrieb, der ebenfalls neu zum Projekt gestoßenen Stadt Darmstadt, sorgt für die Einhaltung der hohen Hygienestandards.

Für Konsumentinnen und Konsumenten werden Informationen rund um das Projekt sowie ein Gewinnspiel über QR-Codes auf den Mehrwegbechern, Postern und Automaten angeboten.

Durch die Serialisierung der Becher und Sammelboxen werden wichtige Erkenntnisse über die Bewegungsdaten für ein offenes Rücknahmesystem gewonnen. Mit den Daten können Szenarien für das Einpassen der neuen Mehrwegsortimente in bestehende Mehrweginfrastrukturen erstellt und deren Auswirkungen auf die Infrastrukturen und Kosten simuliert werden.

Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und durch das Engagement der beteiligten Teilnehmer aus der Wirtschaft u. a. die Unternehmen Interzero, Team Beverage, EAD Darmstadt, KAGEL, trinkkontor, Wigem, Getränke Schneider, trinks,
kollex, gastivo, kooky., cup@more, Wasto-PAC, HEAG Faircup, Nette Deutschland, Sykell – Einfach Mehrweg, Colysis, Muthmedia, dreiso, bekuplast, EcoCarrier, RTI Blockchain und bulkvision.

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier:

Pressemitteilung zum Aktionsmonat der Initiative „Reusable To-Go“

Einen interessanten Beitrag zum Aktionsmonat wurde in der Landesschau RP des SWR Fernsehen veröffentlicht:

Beitrag des SWR Fernsehen

Fotos: © Reusable To-Go

PRO WEIN 2024: 0,75-Liter-Mehrwegflasche für Wein mit iF Design Award 2024 ausgezeichnet

PRO WEIN 2024: 0,75-Liter-Mehrwegflasche für Wein mit iF Design Award 2024 ausgezeichnet

NEWS

v. l. n. r.: Werner Bender (Wein-Mehrweg eG), Günther Guder (Pro Mehrweg), Ulrich Breutner (Wein-Mehrweg eG)
© Fotos: Pro Mehrweg

Die Erfolgsstory der Wein-Mehrweg e.G. geht weiter! Die bei der letztjährigen Fachmesse PRO WEIN neu vorgestellte 0,75-Liter-Mehrweg-Poolflasche unseres Verbandsmitgliedes wurde aktuell mit dem weltweit renommierten „iF Design Award“ ausgezeichnet. Fast 40 Weine der derzeit 13 Mitglieder der Genossenschaft werden derzeit in der Mehrwegflasche angeboten. Gewächse aus Württemberg, Baden, der Pfalz aber auch aus Spanien und Italien sind im Portfolio vertreten.

Brandaktuell wird auf der PRO WEIN 2024 der neue 6er-Pool-Mehrwegkasten vorgestellt. Sehr offen gestaltet bilden Kasten und Flasche eine sehr schöne abgestimmte Einheit und unterstützen so die Markendarstellung. Auch effektvolle Zweitplatzierungen sind so möglich.

Wir wünschen weiterhin viel Erfolg – denn auch bei Wein gilt: Mehrweg ist Ressourcenschutz, Abfallvermeidung und damit Klimaschutz!

Die vollständige Pressemitteilung der Wein-Mehrweg eG lesen Sie hier:

Pressemitteilung zum Download

Pressemitteilung: Streit in der Ampel gefährdet die  Zukunft der deutschen Mehrwegsysteme

Pressemitteilung: Streit in der Ampel gefährdet die Zukunft der deutschen Mehrwegsysteme

NEWS

Verbände fordern von der Bundesregierung, bewährte Strukturen zu schützen
Berlin/Brüssel, 13. Dezember 2023.  Wegen unterschiedlicher Positionen innerhalb der Ampel-Koalition wird sich Deutschland bei den abschließenden Verhandlungen in Brüssel über die Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfällen voraussichtlich enthalten. Nach übereinstimmenden Informationen aus der Bundesregierung konnten sich deren zuständige Ressorts bisher nicht auf eine gemeinsame Linie zur „Packaging and Packaging Waste Regulation“ (PPWR) verständigen, die Mitte Dezember vom EU-Ministerrat auf den Weg gebracht werden soll. Mit der für alle 27 Mitgliedstaaten verbindlichen Verordnung will die EU die wachsende Flut des Verpackungsmülls in Europa eindämmen sowie die Kreislaufwirtschaft stärken, dabei aber eine bürokratische, für Getränkemehrwegsysteme schädliche und nicht umsetzbare Normierung vornehmen.

Die Verbände der deutschen Getränkewirtschaft, die für europaweit einmalige Kreislaufsysteme von Mehrwegverpackungen stehen, fordern deshalb von der Bundesregierung, sich geschlossen und aktiv in die Verhandlungen auf EU-Ebene einzubringen und ihr in der Fragestunde des Bundestages am 18. Oktober abgegebenes Versprechen einzulösen, den umfassenden Schutz bestehender Mehrwegsysteme zu garantieren. „Bitte lassen Sie nicht zu, dass die umweltfreundlichen Kreislaufsysteme in Deutschland, die bereits heute zahlreiche geplante EU-Vorgaben erfüllen und übertreffen, am Ende durch eine untaugliche Regulierung gefährdet oder gar in Teilen zerstört werden – etwa indem überflüssige Verwaltungsauflagen oder nicht umsetzbare Kennzeichnungsvorgaben eingeführt werden“, lautet der Appell der Verbände. „Ziel der EU-Verordnung ist es, Mehrweg zu stärken und den Ressourcenverbrauch zu senken. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn Deutschland als größte Industrienation bei den Beratungen über das derzeit wichtigste Umweltprojekt der EU untätig an der Seitenlinie steht – und deshalb das größte Mehrwegsystem Europas am Ende schweren Schaden nimmt“, heißt es in einer Erklärung der Verbände. „Wenn es die Ampel ernst meint mit dem Umweltschutz, muss sie sich am Brüsseler Verhandlungstisch aktiv dafür einsetzen, dass die erfolgreichen Mehrwegsysteme in Deutschland so wie bisher weitergeführt werden können – ohne zusätzliche bürokratische Vorgaben.“

In Deutschland hatten Brauereien und Mineralbrunnen schon vor 120 Jahren damit begonnen, eigene Mehrwegsysteme aufzubauen, die bis heute bestehen. Rund 1.500 überwiegend handwerkliche und mittelständische Brauereien und rund 600 Hersteller von alkoholfreien Getränken in Deutschland haben aktuell mehr als fünf Milliarden Mehrwegpfandflaschen im Umlauf. Gemeinsam mit dem Groß- und Fachhandel betreiben sie ein nachhaltiges und weltweit als vorbildlich anerkanntes Kreislaufsystem. Ausgerechnet solche bewährten umweltfreundlichen Systeme im Bereich der mittelständisch geprägten Getränkewirtschaft würden nun durch bürokratische und technisch nicht umsetzbare Vorgaben der PPWR massiv gefährdet – nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Staaten Europas. Und dies, obwohl das erklärte Ziel der EU-Verordnung eigentlich eine Stärkung von Mehrweg ist.

Brauereien, Brunnen und andere Betriebe der Getränkewirtschaft weisen seit Monaten auf überbordende Auflagen und enorme Kosten hin, die mit der PPWR verbunden sind, weil der Verordnungsentwurf die Gegebenheiten bereits bestehender Systeme nicht berücksichtigt. Obwohl deutsche Mehrwegpools die von der EU geplanten Zielquoten schon heute um ein Mehrfaches übererfüllen, müssten sie, sofern überhaupt möglich, mit immensem Aufwand an die neuen Regelungen angepasst werden – ohne jeglichen Mehrwert für ihre Nachhaltigkeit oder Effizienz. Neben Vorgaben, die sich bei bestehenden Systemen nur äußerst schwer umsetzen lassen, wie die überflüssigen und teuren Kennzeichnungspflichten oder starren und unpraktikablen Regeln zum System-Management, wurde zum Beispiel ein aufwändiges Konformitätsverfahren mit technischen Dokumentationspflichten für Verpackungen geplant, dessen Anforderungen erst später über einen delegierten Rechtsakt festgelegt werden sollen. „Es ist völlig unklar, ob die Milliarden bereits in Umlauf befindlichen Mehrwegflaschen diesen neuen Anforderungen entsprechen“, warnen die Verbände. „Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie ihren Einfluss nutzt und nicht tatenlos zusieht, wie erfolgreiche Strukturen im Mittelstand zerschlagen werden, die noch im Juni dieses Jahres von der EU-Kommission als vorbildlich bezeichnet wurden.“

Eine Vielzahl der vorgesehenen Regelungen gehe vollkommen an der Realität nicht nur bestehender, sondern auch neu entstehender Mehrwegsysteme vorbei. Deutschland müsse sich deshalb im Rat dafür einsetzen, die Verordnung umfassend zu überholen, anstatt mit den Händen in den Hosentaschen daneben zu stehen, fordern die Verbände. Mindestens aber müssten erfolgreich etablierte und funktionierende Mehrwegsysteme in den Ländern Europas durch einen garantierten unbefristeten Bestandsschutz gesichert werden.

+ + +

 

Ansprechpartner für die Medien

Dirk Reinsberg, Geschäftsführender Vorstand
Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V.
+49 211 683938, reinsberg@bv-gfgh.de

Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer
Deutscher Brauer-Bund e.V.
+49 30 2091670, eichele@brauer-bund.de

Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand
PRO MEHRWEG – Verband zur Förderung von Mehrwegverpackungen e.V.
+49 172 2424950, guder@promehrweg.de

Klaus Heitlinger, Geschäftsführer
Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V.
+49 228 954600, heitlinger@fruchtsaft.org

Markus Wolff, Vorstandsvorsitzender
Genossenschaft Deutscher Brunnen eG
+49 228 959590, info@gdb.de

Andreas Vogel, Vorstand
Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V.
+49 171 8611011, vogel@getraenke-einzelhandel.de

Detlef Groß, Hauptgeschäftsführer
Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V.
+49 30 2592580, mail@wafg.de

Jürgen Reichle, Geschäftsführer
Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V.
+49 228 9599012, juergen.reichle@vdm-bonn.de

Roland Demleitner, Geschäftsführer

Verband Private Brauereien Deutschland e.V.

+49 64 3152048,  info@private-brauereien-deutschland.de

 

Pressemitteilung zum Download

BrauBeviale 2023

BrauBeviale 2023

NEWS

Mit der LOGISTIK LOUNGE auf der diesjährigen BrauBeviale, die vom 28.-30. November 2023 in Nürnberg stattfand, hat unser Mitglied Logipack dem Thema „Mehrweglogistik“ den Stellenwert gegeben, den es verdient.

Ein hochinteressantes Vortragsprogramm inklusive des mit über 200 Teilnehmenden ausgebuchten „LOGICircle 6.0“ sowie tollen Partnern auf dem Gemeinschaftsstand zeigte hohe Attraktivität für die Vielzahl an Messebesuchern. Gemeinsam mit dem BV GFGH und der Initiative „Reusable To-Go“ konnten wir auch das Thema Mehrweg to-go voranbringen und über den aktuellen Stand des Pilotprojektes in Mainz und Wiesbaden informieren sowie den dort eingesetzten Rücknahmeautomaten vorführen. Die aktuellen Diskussionsstände zur PPWR und zum Verpackungsgesetz in Deutschland wurden von uns in Redebeiträgen und bei Podiumsdiskussionen skizziert.

Alles in allem eine sehr erfolgreiche Veranstaltung. Herzlichen Dank für den herausragenden Einsatz an alle „Logipacker“ und für die Möglichkeit, Pro Mehrweg zu präsentieren. Auf ein Neues beim nächsten Mal!

Erfolgreiche Jubiläums-Mitgliederversammlung zum 40-jährigen Bestehen von PRO MEHRWEG

Erfolgreiche Jubiläums-Mitgliederversammlung zum 40-jährigen Bestehen von PRO MEHRWEG

NEWS

Bild: Westerwald-Brauerei

Landesumweltministerium gratuliert Verband Pro Mehrweg e.V. in Hachenburg zum 40. Geburtstag – Jahrestagung in der Westerwald-Brauerei

Hachenburg, 20. November 2023. Unsere heutige Gesellschaft weiß mehrheitlich um die Bedeutung des Umweltschutzes für eine gute Zukunft und sieht die Vorteile von Mehrwegverpackungen gegenüber Einwegverpackungen. Dass dem so ist, daran hat der Verband Pro Mehrweg e.V. einen entscheidenden Anteil. Seit 1983 fördert die Interessengemeinschaft den Einsatz von Mehrwegverpackungen.  Für seine 40. Jahrestagung hatte der Verband seine Mitglieder am 16. Und 17. November in die vollkommen transparente und klimaneutrale Westerwald-Brauerei nach Hachenburg eingeladen. Pro Mehrweg e.V. gab hierbei seinen Mitgliedern, Interessierten aus der Branche und auch der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich nachhaltiger Verpackungslösungen zu informieren. Die Westerwald-Brauerei, die ihre Biere selbst zu annähernd 100 Prozent in Mehrweggebinden abfüllt, begrüßte die Gäste aus ganz Deutschland natürlich gern in Hachenburg.

Westerwald-Brauerei verfolgt klare Mehrweg-Strategie

Denn die Westerwald-Brauerei ist selbst Verbandsmitglied und nicht nur aufgrund ihrer nachhaltigen Unternehmensstrategie Verfechter eines praxistauglichen Mehrweg-Konzeptes. Brauereichef Jens Geimer betont: „Getränke-Mehrwegflaschen haben ökologisch einen klaren Vorsprung und sind ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Klimas. Sie schützen wertvolle Ressourcen und vermeiden Abfall, deshalb werden wir an unserer Mehrweg-Strategie ganz klar festhalten.“

Umweltministerium lobt Engagement von Pro Mehrweg und der Westerwald-Brauerei

An der zweitägigen Mitgliederversammlung von Pro Mehrweg nahmen mehr als 40 führende Unternehmen und Akteure der Mehrweg-Branche teil. Auch Dr. Dirk Grünhoff, Referent im rheinland-pfälzischen Umweltministerin, gratulierte stellvertretend für Landesumweltministerin Katrin Eder persönlich zum Jubiläum: “Mit dem europäischen Grünen Deal soll die europäische Wirtschaft moderner, ressourceneffizienter und wettbewerbsfähiger werden, um das gesetzte Ziel der Klimaneutralität in Europa bis 2050 zu erreichen. Ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaneutralität ist die Vermeidung von Abfällen. Mehrweg vermeidet nicht nur Abfälle, sondern verringert im Vergleich zu Einweg auch den Ressourcen- und Energieverbrauch. Hier setzt der Verband Pro Mehrweg seit nunmehr 40 Jahren an, und dieses Engagement hat unser aller Respekt verdient. Auch die Westerwald-Brauerei hat mit ihrem klaren Bekenntnis zu Mehrweg und ihrem Engagement in Sachen Klimaneutralität die Weichen für die Zukunft gestellt und trägt dem Grünen Deal in diesem Bereich bereits heute Rechnung.“

Vielseitige Anstrengungen auf europäischer, Landes- und Bundesebene

Da bei der Jahrestagung nicht nur Fachpublikum anwesend war, zeigte der Geschäftsführende Vorstand von Pro Mehrweg e.V., Günther Guder, in der Westerwald-Brauerei nochmals einfach wie klar die Kernthemen des Interessenverbands auf: „Wir fördern Mehrweg-Getränkeverpackungen in der Getränkeindustrie, im Groß- und Einzelhandel und bei den Konsumenten. Wir setzen uns in Politik und Gesellschaft auf europäischer, Bundes- und Landesebene für Mehrweg ein. Würden in Deutschland alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abgefüllt, ließen sich pro Jahr ca. 1,35 Millionen Tonnen CO2 einsparen.“ Die überwältigende Beteiligung an der 40. Pro Mehrweg-Mitgliederversammlung in der Westerwald-Brauerei sowie die große Zahl an Fachvorträgen markierten nicht nur einen Meilenstein in der Geschichte des Verbands, sondern unterstrichen einmal mehr auch die gesamtgesellschaftliche Bedeutung nachhaltiger Verpackungslösungen für eine umweltfreundliche Zukunft.

Die Westerwald-Brauerei

Die Westerwald-Brauerei ist eine inhabergeführte Familienbrauerei und wird in der 5. Generation von Jens Geimer geleitet. Die vielfach ausgezeichneten Biere werden schwerpunktmäßig im geographischen Westerwald sowie den angrenzen Regionen in der gepflegten Gastronomie und im gut geführten Fach- und Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Berühmt ist der Mittelständler mit gut 90 Mitarbeitern sowie 13 Auszubildenden für das Brauen mit 100% Aromahopfen und die 6 Wochen lange Reifezeit. Daher wurde die Westerwald-Brauerei in den Werteverband der Slow-Brewer aufgenommen, welcher sie jährlich streng zertifiziert. Darüber hinaus darf die Familienbrauerei sich zu einer der ersten deutschen Brauereien zählen, die im Rahmen der Gemeinwohl-Ökonomie eine Gemeinwohlbilanz vorlegt und damit den Grundstein für die strategische Ausrichtung des Unternehmens hinsichtlich eines nachhaltigen und ethischen Wirtschaftens legt. Seit Oktober 2021 ist die mittelständische Brauerei außerdem zu 100% klimaneutral durch Kompensation mit einem zertifiziertem Klimaschutzprojekt nach Scope 1, 2 und 3. Die gesamte „Erlebnis-Brauerei“ mit angeschlossenem Bier-Park kann jederzeit besichtigt werden – auch alle Produktionsräume – denn Transparenz ist ein Herzensanliegen.

Der Verband Pro Mehrweg e.V.

Der Verband Pro Mehrweg e.V. ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Unternehmen der Getränke-Industrie, des Getränkefachgroß- und Getränkeeinzelhandels, ihrer Zulieferindustrien, Umweltverbänden und Einzelpersonen. Er versteht sich als Plattform für alle, die zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des weltweit einzigartigen Mehrwegsystems in Deutschland beitragen. Die Mitglieder des Verbands treten überall dort für den Einsatz von Mehrweggebinden ein, wo sie ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind.

Die Aufgaben von Pro Mehrweg e.V. sind:

  • Förderung von Mehrweg-Getränkeverpackungen in der Getränkeindustrie sowie im Groß- und Einzelhandel.
  • Unterstützung von Maßnahmen zur Optimierung und Weiterentwicklung des Mehrwegsystems für Getränke unter Einbezug aller relevanter Partner.
  • Dialog mit allen relevanten Gruppen der Öffentlichkeit zur Förderung von Mehrweg-Getränkeverpackungen bei den Konsumenten.
  • Beratung der gesetzgebenden und ausführenden Organe auf europäischer, Bundes- und Landesebene in Bezug auf juristische, ökologische, soziale und ökonomische Fragen und Entscheidungen – etwa beim Verpackungs- oder dem Kreislaufwirtschaftsgesetz.

Die Ziele und Positionen von Pro Mehrweg e.V. lauten:

  • Zum Schutz von Umwelt und Klima sowie zur Schonung endlicher Ressourcen sollen Mehrweggebinde überall dort eigesetzt werden, wo sie unter ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll sind. Das bedeutet zugleich, dass Mehrweg nicht um jeden Preis einzusetzen ist, sondern immer dann, wenn sich Abfall durch Wiederverwendung und Gebindekreisläufe vermeiden lässt. Pro Mehrweg e.V. widerspricht außerdem der Einschätzung einiger Industrievertreter, die Produktion von Einwegverpackungen und der dadurch verursachte Abfall seien volkswirtschaftliche Wertschöpfung – etwa, weil sich durch Recycling Wertstoffe gewinnen ließen.

 

  • Pro Mehrweg sieht den Gesetzgeber und die Exekutive auf europäischer Ebene und in Deutschland – hier vor allem die Bundesregierung – in der Pflicht, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Mehrwegsysteme in der Getränkebranche zu etablieren und ihre Existenz zu sichern. Die derzeit geltenden Maßnahmen reichen nicht aus, um die im Verpackungsgesetz vorgesehene Mehrwegquote von 70 Prozent zu erreichen.

 

  • Gemeinsam mit den Partnern der „Mehrweg-Allianz“ fordert Pro Mehrweg daher von der Bundesregierung die Einführung einer Abgabe auf Einwegplastikflaschen und Dosen in Höhe von mindestens 20 Cent zusätzlich zum bestehenden Pfand. Die Kennzeichnung von Getränkeverpackungen in der Nähe des Produktes sollte zudem verbessert werden, indem sie in Zukunft verpflichtend auch auf der Verpackung erfolgt.

Pressemitteilung zum Download

Cookie Consent mit Real Cookie Banner