Pressemitteilung: Start der „Initiative Verpackungswende“ – Mehr als 20 Organisationen bündeln Kräfte für kommunale Verpackungssteuern

Pressemitteilung: Start der „Initiative Verpackungswende“ – Mehr als 20 Organisationen bündeln Kräfte für kommunale Verpackungssteuern

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Berlin, 09.12.2025: In einem Schulterschluss fordern 23 führende Organisationen aus Umwelt und Wirtschaft, wie die Deutsche Umwelthilfe, FairCup, Greenpeace, Mehrwegverband Deutschland, RECUP, VYTAL und WWF: Mehr Städte sollten kommunale Verpackungssteuern für weniger Abfälle und mehr Kreislaufwirtschaft, Klima- und Ressourcenschutz einführen und damit einen klaren Anreiz zur flächendeckenden Mehrwegnutzung schaffen.

„Vorreiterstädte wie Tübingen und Konstanz zeigen eindrucksvoll: Kommunale Verpackungssteuern sind eine besonders effektive Ergänzung der gesetzlichen Mehrwegangebotspflicht. Sie nutzen wirtschaftliche Anreize, um die Ressourcenverschwendung durch Einwegverpackungen zu reduzieren, Abfall zu vermeiden und die Verbreitung von Mehrweglösungen zu fördern”, sagen die Mitglieder der Initiative. „In der aktuellen Debatte ist es daher wichtig, als starke, gemeinsame Stimme aufzutreten. Wir möchten Kommunalpolitik mit der Mehrwegbranche in den Austausch bringen und mehr Städte ermutigen, kommunale Verpackungssteuern einzuführen.” 

Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Januar 2025 ist klar: Kommunen dürfen Verpackungssteuern erheben, um Einwegverpackungen im To-go-Bereich wirksam zu reduzieren. Damit ist der Weg frei für echte kommunale Steuerung – doch der Druck gegen die Einführung wächst. Dem setzt die Initiative Verpackungswende nun Daten, Fakten und klare Botschaften entgegen.

Die Erfahrungen zeigen, dass Verpackungssteuern wirken: Das Mehrwegangebot ist in Tübingen und Konstanz durch die Verpackungssteuer rapide angestiegen – Tübingen hat im Verhältnis zur Bevölkerung die meisten mehrwegnutzenden Betriebe Deutschlands. 73 Prozent der durch die Tübinger Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz in 2025 befragten Gastronomiebetriebe gaben an, ihren Verbrauch von Einwegverpackungen reduziert zu haben. In Konstanz konnte das Müllaufkommen im öffentlichen Raum seit der Einführung der Steuer messbar um 4,7 Gewichtsprozent reduziert werden.

Die Initiative Verpackungswende empfiehlt Städten, das durch die Verpackungssteuer eingenommene Geld für Mehrwegförderung und Mehrweginfrastruktur zu nutzen. Außerdem sollte die Entscheidung über die Einführung einer Verpackungssteuer im Sinne der kommunalen Selbstverwaltung bei Städten und Kommunen liegen – nicht bei den Ländern.

Hintergrund: 

Die Initiative ist ein Bündnis von Organisationen aus Wirtschaft, Umweltorganisationen und Verbänden. Sie tritt für kommunale Verpackungssteuern als wirksames Mittel zur Förderung von Mehrweg und Stadtsauberkeit ein. Ziel ist es, kommunale Verpackungssteuern als politisches Instrument in Deutschland zu etablieren und Kommunen bei der Umsetzung zu stärken.

Die Initiative Verpackungswende setzt sich zusammen aus: Bund für Umwelt und Naturschutz e.V., Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V., CircleCube GmbH, Deutsche Umwelthilfe e.V., Exit Plastik – Zivilgesellschaftliches Bündnis für Wege aus der Plastikkrise, FairCup GmbH, Greenpeace e.V., KeepIn, Klima-Bündnis e.V., Mach Mehrweg Pool e.V., Mehrwegverband Deutschland e.V., PRO MEHRWEG – Verband zur Förderung von Mehrwegverpackungen e.V., reCup GmbH, Refrastructure – Stiftung für digitale Mehrweginfrastruktur gGmbH, rehab republic e.V., Relevo GmbH, Stiftung Initiative Mehrweg, Sykell GmbH, Verband des deutschen Getränke-Einzelhandels e.V., VYTAL Global GmbH, WECARRY GmbH, WWF Deutschland, Zero Waste Germany e.V.

Link:

Mehr Informationen zur Initiative: www.initiative-verpackungswende.de

Kontakt:

Mehrwegverband Deutschland e.V.
Dr. Tim Breker (VYTAL) & Katharina Campe (RECUP), AG Politik
+49 1577 9516154 (Dr. Tim Breker), info@initiative-verpackungswende.de

Deutsche Umwelthilfe e.V.
Elena Schägg, Stellvertretende Leiterin Kreislaufwirtschaft
+49 151 72626157, schaegg@duh.de

Stellenausschreibung: Projektreferent*in (m/w/d) in Teilzeit

Stellenausschreibung: Projektreferent*in (m/w/d) in Teilzeit

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Der Verband PRO MEHRWEG sucht zum 15. März 2026 eine 

 

Projektreferent*in (m/w/d) in Teilzeit (25 – 35 Wochenstunden) 

 

Ort: Düsseldorf oder remote 

Bewerbungsschluss: 15. Januar 2026

 

Der Verband PRO MEHRWEG ist die zentrale Plattform für Getränkemehrweg in Deutschland. Als Zusammenschluss führender Verbände und Unternehmen der Getränkeindustrie, des Getränkefachgroß- und -einzelhandels, ihrer Zulieferindustrien und engagierter Einzelpersonen setzen wir uns für den Erhalt und die Weiterentwicklung des weltweit einzigartigen Mehrwegsystems ein.

Wir werden ab dem Frühjahr 2026, in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, zwei öffentlich geförderte Projekte umsetzen: Ein Forschungsprojekt auf Bundesebene zur Digitalisierung im Getränke-Mehrwegsystem sowie ein EU-Förderprojekt zur innereuropäischen Interoperabilität von Mehrwegsystemen.

Zur Unterstützung suchen wir zum 15. März 2026 eine Projektreferent*in (m/w/d), die uns bei der Umsetzung der Projekte sowie in der allgemeinen Verbandsarbeit unterstützt.

Die Stelle ist auf Teilzeitbasis mit 25-35 Stunden pro Woche ausgelegt.

Die Position ist besonders geeignet für Personen mit 2-5 Jahren Berufserfahrung in den einschlägigen Bereichen, richtet sich aber ausdrücklich auch an engagierte und fachlich qualifizierte Studienabsolvent*innen mit erster Praxiserfahrung (z. B. aus thematisch passenden Praktika oder Werkstudententätigkeiten).

Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Eine Weiterbeschäftigung wird grundsätzlich angestrebt. 

Ihre Aufgaben:

  • Mitarbeit bei der Umsetzung zweier Fördermittelprojekte (Bund & EU)
  • Mitwirkung an projektspezifischen Dokumenten (z. B. Analysen, Berichte, Leitfäden, Informationsmaterialien)
  • Verfassen von Beiträgen für verschiedene Kanäle der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Newsletter, Webseite, Social Media)
  • Kommunikation und Abstimmung mit Projektpartnern, Verbandsmitgliedern und externen Stakeholdern
  • Stakeholder Engagement und Kontaktpflege
  • Vorbereitung und Begleitung von Sitzungen, Workshops und digitalen Veranstaltungen
  • Unterstützung bei Projekt-Abrechnung, Dokumentation und Reporting
  • Unterstützung der Geschäftsführung bei der politischen Arbeit des Verbandes sowie Recherche und organisatorischen Tätigkeiten
  • Teilnahme an Veranstaltungen und Projekttreffen im In- und Ausland

Ihr Profil:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor oder Master) der Umwelt-, Kommunikations-, Wirtschafts-, Rechts-, Politikwissenschaften oder einer anderen relevanten Fachrichtung
  • Großes Interesse an den Themen Kreislaufwirtschaft, (Getränke-)Mehrweg in Regulierung und Praxis, Innovation, Digitalisierung, Verpackungspolitik auf Bundes- und EU-Ebene sowie dem innereuropäischen Austausch
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Exzellente Fähigkeiten im Bereich Textredaktion für verschiedene Zielgruppen und Kanäle, bspw. Fachtext, Social Media, Newsletter
  • Ausgeprägte Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Fähigkeit, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten
  • Sehr gutes Organisationsvermögen sowie strukturierte und zuverlässige Arbeitsweise
  • Hohes Maß an Eigeninitiative und Engagement
  • Erfahrung und Expertise im Bereich Getränke-Mehrweg von Vorteil
  • Erfahrung im Management von (Förder-)Projekten, inkl. Reporting, in der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Stakeholder Engagement von Vorteil
  • Flexibilität und Bereitschaft zur Durchführung gelegentlicher Dienstreisen
  • Sicherer Umgang mit den gängigen Softwareprodukten von Microsoft wird vorausgesetzt

 Was wir bieten: 

  • Eine vielseitige Tätigkeit an der Schnittstelle von Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Umweltschutz
  • Mitarbeit an Projekten mit konkretem Praxisbezug, v. a. hinsichtlich operativer, wirtschaftlicher, technologischer, politischer, ökologischer und rechtlicher Aspekte des Getränke-Mehrwegsystems
  • Viel Gestaltungsspielraum in einem kleinen, engagierten Team
  • Flexible Arbeitszeiten, hoher Anteil an Remote-Arbeit möglich
  • Eine fundierte Einarbeitung sowie Entwicklungsmöglichkeiten entsprechend Ihrer Erfahrung
  • Teilnahme an Veranstaltungen und Einblick in politische Prozesse rund um Mehrweg und Verpackungspolitik
  • Zugang zu einem breiten Netzwerk aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verbänden und Forschung in Deutschland und der EU

Rahmenbedingungen: 

  • Beginn: März 2026
  • Umfang: 25-35 Stunden/Woche (Teilzeit, nach Absprache)
  • Befristung: Bis März 2028 (Projektlaufzeit). Eine Weiterbeschäftigung wird angestrebt.
  • Ort: Düsseldorf oder remote (bundesweit)
  • Vergütung: Eine leistungsgerechte Bezahlung, die sich nach Qualifikation und Erfahrung richtet

Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf und (Arbeits-)Zeugnissen. Bitte senden Sie Ihre Unterlagen ausschließlich zusammengefasst in einem pdf-Dokument an info@promehweg.de. Bei Rückfragen zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich im Februar 2026 stattfinden. Wir behalten uns vor, erste Bewerbungsgespräche auch schon vor dem Ende der Bewerbungsfrist zu führen.

Mehrweg-Innovationspreis 2025 verliehen

Mehrweg-Innovationspreis 2025 verliehen

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Foto: © Robert Lehmann

Am 9. Oktober wurde in Berlin erneut der Mehrweg-Innovationspreis von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) verliehen. Wie in jedem Jahr würdigt die Auszeichnung Unternehmen, die den Mehrwegbereich durch zukunftsweisende Entwicklungen voranbringen. Die diesjährigen Preisträger sind:

  • Verallia Deutschland AG und Ardagh Glas GmbH für die Entwicklung zweier gewichtsoptimierter Mehrweg-Poolflaschen für Fruchtsaft. Die neuen 1,0-Liter- und 0,7-Liter-Flaschen sind 65 g bzw. 40 g leichter als die bisherigen Varianten – das spart CO₂ und Ressourcen und optimiert Logistikprozesse. Die Flaschen werden sukzessive in den Pool des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF) eingespeist.
  • Circujar GmbH für die Entwicklung des ersten herstellerübergreifenden Poolsystems für Mehrwegglas im Lebensmittelsektor – von der Bereitstellung universeller Gläser über Rücknahme und Spülung bis zur Wiederverteilung. Ein Circujar-Glas kann bis zu 50 Einwegverpackungen ersetzen und im Vergleich zu entsprechenden Einweglösungen bis zu 70 Prozent CO₂
  • SEA ME GmbH für das Projekt zerooo, ein Mehrwegsystem für Kosmetik- und Drogerieprodukte. Mit der Einführung der ersten serialisierten PET-Mehrwegflasche in der Branche lassen sich nach Unternehmensangaben durch 10- bis 15-malige Wiederverwendung bis zu 50 Prozent Energie, CO₂ und Wasser einsparen.

 

Auf die Preisverleihung folgte eine Paneldiskussion zur Frage, wie die Politik, insbesondere mit Blick auf die laufende Überarbeitung des Verpackungsgesetzes, Mehrweg wirksam fördern kann. Es diskutierten:

  • Jan Niclas Gesenhues, MdB und umweltpolitischer Sprecher, Bündnis 90/Die Grünen
  • Silke Karcher, Ministerialdirigentin und Unterabteilungsleiterin C III, BMUKN
  • Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin, Deutsche Umwelthilfe e.V.
  • Roland Demleitner, Bundesgeschäftsführer, Verband Private Brauereien e.V.
  • Tobias Bielenstein, Prokurist, Genossenschaft Deutscher Brunnen e.G.

 

Aus der Auswahl der Preisträger und der anschließenden politischen Diskussion wurden folgende Punkte besonders deutlich:

  • Mehrweg ist innovativ und bietet erhebliches Skalierungspotenzial. Neue Mehrweglösungen denken Zukunftsthemen wie Digitalisierung oft von Vornherein mit.
  • VerbraucherInnen wünschen sich Mehrweg auch jenseits des Getränkebereichs. Während es die entsprechenden Mehrweglösungen, z. B. im Lebensmittel- und Kosmetikbereich, oft schon gibt, ist das zugängliche Angebot, v. a. im LEH, derzeit noch nicht entsprechend vorhanden.
  • Die Politik ist gefordert, geeignete Rahmenbedingungen und Anreize zu schaffen, um traditionelle und neue Mehrwegsysteme zu fördern und zu stärken.
  • Ein entscheidender Hebel kann ein gezielter Mehrweg-Fördermechanismus sein, wie er z. B. in Frankreich bereits existiert und wie er auch für andere Mitgliedsstaaten in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) vorgesehen ist.

Erfolgreiche und thematisch vielseitige Mitgliederversammlung bei FRISTO SE in Buchloe

Erfolgreiche und thematisch vielseitige Mitgliederversammlung bei FRISTO SE in Buchloe

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Foto: © Sachon/T. Eisler

Am 18. und 19. September 2025 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes Pro Mehrweg bei der FRISTO SE in Buchloe statt. Der Auftakt am Abend des 18. September erfolgte mit einem stimmungsvollen Grillbuffet auf der Dachterrasse des Standorts und bot Raum für persönliche Gespräche und erste fachliche Impulse.

Am Morgen des 19. September widmete sich der erste Programmpunkt dem Thema „E-Mobilität in der Mehrweglogistik“. FRISTO bot detaillierte Einblicke in das entwickelte E-Mobilitätskonzept, das ab 2026 den Einsatz erster E-Lkw vorsieht. Auf Einladung des Unternehmens präsentierten zudem die Hersteller Mercedes Benz (Auto Scholz), MAN und Schmitz Cargobull/Berger ihre jeweiligen Lösungen und gingen dabei auf Chancen, aber auch mögliche Herausforderungen ein. Bei einer Fahrzeugvorführung vor Ort hatten unsere Mitglieder und Gäste die Gelegenheit zu Probefahrten und einem vertieften Austausch mit den Anbietern. Anschließend folgte eine Führung durch das Logistikzentrum von FRISTO.

Im öffentlichen Teil der Versammlung wurden relevante Branchenthemen beleuchtet. Neben einem Vortrag zu aktuellen Entwicklungen in der Verpackungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene und ihren Auswirkungen (Henriette Schneider, Pro Mehrweg) standen Impulse zur Pfandsatzerhöhung sowie Mehrwegangebotspflicht in Österreich auf dem Programm (Florian Schaffarczyk, FRISTO). Besonders eindrücklich war der Beitrag von Andreas Brügel (FRISTO), der sehr persönlich über unternehmerische Verantwortung und Entscheidungsprozesse in Bezug auf die Unternehmensnachfolge sprach. Mirco Wolf Wiegert von fritz-kola thematisierte in einem weiteren Impuls die Konsumgewohnheiten der Generation Z und deren Bedeutung für die Mehrwegbranche. Auch für einen Meinungsaustausch zur aktuellen Diskussion um Mehrweg-Pfandsätze bot die Veranstaltung Raum.

Wir danken allen Teilnehmenden für den offenen Austausch, das große Interesse und die engagierten Diskussionen. Unser besonderer Dank gilt der FRISTO SE für die Gastfreundschaft und überaus gelungene Ausrichtung der diesjährigen Mitgliederversammlung.

Gemeinsame Stellungnahme gegen das geplante Verbot kommunaler Verpackungssteuern in Bayern

Gemeinsame Stellungnahme gegen das geplante Verbot kommunaler Verpackungssteuern in Bayern

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Der Verband Pro Mehrweg hat gemeinsam mit dem Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH), dem Arbeitskreis Mehrweg und der Initiative Reusable To-Go eine ausführliche Stellungnahme zum aktuellen Gesetzentwurf des Freistaats Bayern eingereicht. Der Entwurf, der von Bayerns Innenminister Herrmann vorgelegt wurde, sieht vor, Kommunen die Einführung eigener Verpackungssteuern zu untersagen – ein Schritt, der aus Sicht der unterzeichnenden Verbände kontraproduktiv wäre. 

Kommunale Verpackungssteuern: Ein wirksames Instrument zur Abfallvermeidung

Die gemeinsame Stellungnahme unterstreicht, dass kommunale Verpackungssteuern ein erprobtes und rechtlich zulässiges Steuerungsinstrument darstellen. Sie bieten Städten und Gemeinden die Möglichkeit, gezielt gegen die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums durch Einwegverpackungen vorzugehen und Mehrwegstrukturen vor Ort zu stärken, ohne dabei Gastronomiebetriebe unverhältnismäßig zu belasten.

Erfahrungswerte aus den Städten Tübingen und Konstanz zeigen: Die Steuer führt zu einer merklichen Reduktion des Abfallaufkommens im öffentlichen Raum und ist mit geringen Verwaltungsaufwand und überschaubarer Bürokratie umzusetzen. Gleichzeitig tritt der gewünschte Effekt ein, das Angebot und die Nutzung von Mehrweglösungen deutlich zu steigern. 

Rückschritt auf Landesebene im Widerspruch zu europäischen Zielen

Gerade vor dem Hintergrund der neuen EU-Verpackungsverordnung, durch die Mehrweg und Abfallvermeidung gezielt gestärkt werden sollen, würde ein pauschales Verbot kommunaler Verpackungssteuern einen Rückschritt darstellen. Während Städte wie Paris, Brüssel oder Tallinn kommunale Handlungsspielräume bei der Abfallvermeidung stärken wollen, droht Bayern diese aktiv zu beschneiden. Der Freistaat würde den Kommunen damit ein wichtiges Instrument auch zur Förderung des kommunalen Klima- und Ressourcenschutzes nehmen, an dessen Einführung laut einer aktuellen Befragung 144 deutsche Städte interessiert sind – unter anderem auch die bayerischen Großstädte München, Nürnberg und Würzburg. 

Reusable To-Go: Kommunale Mehrwegsysteme praktisch denken

Reusable To-Go ist eine deutschlandweite Initiative mit dem Ziel, ressourcenschonende Mehrweglösungen im Außer-Haus-Konsum nachhaltig zu etablieren. Sie richtet sich gezielt an Kommunen, Politik und lokale Wirtschaft, um Einwegverpackungen im Take-away-Bereich – insbesondere in Gastronomie, Bäckereien, Cafés und Imbissen – durch wiederverwendbare Alternativen zu ersetzen. Im Zentrum steht die konsequente Nutzung vorhandener Logistik- und Reinigungsstrukturen sowie die Einbindung weiterer regionaler Akteure, inklusive sozialer Träger und Inklusionsbetriebe.

Als Mitglied des Initiativbeirats der Initiative Reusable To-Go ist Pro Mehrweg davon überzeugt, dass Mehrwegsysteme auf kommunaler Ebene genau auf diesem Weg erfolgreich etabliert werden können und so zum Schutz von Ressourcen und Klima, zur Stärkung regionaler Wertschöpfung und zur zukunftsfähigen Transformation der kommunalen Abfallwirtschaft beitragen können.

Pressemitteilung: Mehrwegbranche trifft sich am 18. und 19. November in Dortmund

Pressemitteilung: Mehrwegbranche trifft sich am 18. und 19. November in Dortmund

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Foto: © Jan Düfelsiek Photography

Treffpunkt Mehrweg ist die neue Dialogplattform für Anbieter und Anwender von Mehrwegsystemen. Sie wurde heute in Berlin den Medien offiziell vorgestellt. 

Berlin 30.06.25: Am 18. und 19. November findet erstmals der Treffpunkt Mehrweg im Kongresszentrum Dortmund statt. Die einzigartige Dialogplattform wurde von LOGIPACK als Moderator der Mehrwegbranche initiiert. Sie fördert und optimiert die praktische und technische Umsetzung jeder Art von Mehrwegsystemen. „Unser Ziel ist es, durch branchenspezifische Dachthemen, Fachvorträge und Diskussionen starke Impulse zu setzen, um die breite Verwendung von Mehrweg in Wirtschaft und Gesellschaft voranzutreiben“, sagt Torsten Hiller, Geschäftsführer von LOGIPACK.

Unter dem Motto „Mehrweg Perspektiven” werden in den Bereichen Logistik Lounge, Reuse Expo und Speakers Corner vor bis zu 500 Besuchern unterschiedliche Sichtweisen auf die relevanten Mehrwegsysteme beleuchtet und diskutiert. Wichtige Partner und relevante Themen wurden beim Presseevent am 27. Juni in Berlin den Medien offiziell vorgestellt. Auf der begleitenden Ausstellung REUSE EXPO präsentiert sich ein breites Spektrum von Firmen und Organisationen.

Hochkarätige Themen sowie Referentinnen und Referenten

Die Dialogplattform bringt in Dortmund die relevanten Akteure und Impulse der Mehrwegbranche zusammen und greift in ihrem Programm die entscheidenden Zukunftsthemen auf. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten spannende Keynotes: Unter anderem zu Chancen im Lebensmitteleinzelhandel, neuen Supply-Chain-Strategien, Prozessoptimierung durch Digitalisierung, Praxisbeispielen sowie politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Zu den Sprecherinnen und Sprechern beim Treffpunkt Mehrweg zählen:

Dirk Reinsberg, geschäftsführender Vorstand des Bundesverbands des Deutschen Getränkefachgroßhandels: „Bei der Veranstaltung treffen sich Akteure aus den unterschiedlichsten Bereichen rund um das Thema Mehrweg. Ziel ist es, das Business-Mehrweg weiter zu vernetzen und auszubauen. Produzenten und Nutzer können voneinander lernen und Mehrweganwendungen optimieren.“

Maria Blume, Leitung Stabstelle Nachhaltigkeit bei Getränke Hoffmann: „Wir treiben bei Getränke Hoffmann Schritt für Schritt Maßnahmen voran, um unseren Energieverbrauch zu senken, Rohstoffe zu schonen und den Ressourcenkreislauf zu schließen. Zusammen mit einem sich stetig weiterentwickelnden Mehrwegkonzept in unterschiedlichen Produktkategorien können wir Ressourcen schonen und Klima sowie Umwelt schützen.“

Jens Oldenburg, Geschäftsführer Stiftung Initiative Mehrweg: „Mehrweg ist unglaublich vielseitig und bietet individuelle Lösungen, die für das Erreichen der Klimaschutzziele sowie die Reduzierung von Müllbergen notwendig sind. Mit dem Treffpunkt Mehrweg haben wir die einzigartige Gelegenheit, viele dieser Mehrweglösungen an einem Ort zu erleben und sich über ihre ökonomischen und ökologischen Vorteile auszutauschen.“

Henriette Schneider, Geschäftsführerin Pro Mehrweg: „Das Thema erfährt durch die EU-Verpackungsverordnung aktuell politischen Rückenwind. Nun gilt es, Mehrweg mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Dafür bietet der Treffpunkt Mehrweg die perfekte Bühne, da er Akteure, Innovationen und Zukunftschancen in den Fokus rückt. Als Verband, der sich seit über 40 Jahren für das deutsche Getränke-Mehrwegsystem einsetzt, unterstützen wir die Veranstaltung gerne.“ 

Lothar Menge, Geschäftsführer COPA Systeme: „Mehrweg ist mehr als nur eine Verpackungsart: Es sichert Profil und Mehrwerte für die gesamte Wertschöpfungskette der Getränkebranche. Digitalisierung vernetzt, beschleunigt und unterstützt, Mehrweg zukunftsfähig zu machen.“

„Ich freue mich sehr, dass so viele herausragende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ihre Teilnahme zugesagt haben“, betont Torsten Hiller. „Das zeigt, wie wichtig und zukunftsweisend die Themen rund um Mehrwegsysteme für unsere Branche sind – und welche Dynamik dahintersteht.“

Verbandsübergreifende Zusammenarbeit

Der Treffpunkt Mehrweg wird von LOGIPACK moderiert und mit Partnerverbänden aus dem Mehrwegbereich entwickelt – darunter der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels e.V., Die Stiftung Initiative Mehrweg, Pro Mehrweg und der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels e.V. und dem Arbeitskreis Mehrweg. Das Konzept basiert auf der erfolgreichen Logistik Lounge, die in den Jahren 2023 und 2024 auf der BrauBeviale von insgesamt mehr als 2.000 Personen besucht wurde.

Weitere Infos unter: www.treffpunktmehrweg.com

Kontakt für die Redaktionen:

Nicolas Schiffler
Referent für Öffentlichkeitsarbeit | Pressesprecher
E-Mail: Schiffler@bv-gfgh.de
Telefon: 0211 683938
Mobil: 0152 04940347

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