Mehrweg ist Klimaschutz – Mit Mehrweg in die Klimaschutzdekade

Mehrweg ist Klimaschutz – Mit Mehrweg in die Klimaschutzdekade

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21. Januar 2021 – In einem Gastkommentar in der heutigen Ausgabe der Getränke-Zeitung fordert Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Pro Mehrweg e.V., mehr Mut zu und Willen von der Politik, Mehrweg als Bestandteil ambitionierter Klimapolitik anzusehen. 

Den Kommentar sowie ein ebenfalls kürzlich erschienenes Interview mit Günther Guder in der Fachzeitschrift Getränkefachgroßhandel finden Sie anbei zum Download als PDF-Datei.

DUH-Umfrage zur Einhaltung der Mehrwegquote

DUH-Umfrage zur Einhaltung der Mehrwegquote

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Auch zwei Jahre nach Inkrafttreten der Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen gibt es bei Händlern und Abfüllern keine Trendwende von Einweg zu Mehrweg. Dies belegt eine aktuelle Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) unter 37 großen Händlern und Abfüllern. Anbei die Übersicht mit Ergebnissen der Umfrage.
 

Alle Details unter auf der Webseite der DUH

Interview zur Novelle des Verpackungsgesetzes

Interview zur Novelle des Verpackungsgesetzes

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Das Verpackungsgesetz in Deutschland geht in die Novellierung. Anlass ist die Umsetzung der europäischen Richtlinie zur Reduzierung von Einwegplastik in deutsches Recht. Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg e.V., erläutert in einem Interview mit den Getränke-News, womit die Getränkebranche rechnen muss und welche Punkte in dem Gesetzesentwurf fehlen.

Pro Mehrweg e.V. Mitgliederversammlung 2020 im Online-Format

Pro Mehrweg e.V. Mitgliederversammlung 2020 im Online-Format

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  1. November 2020 – Im Corona-bedingten Online-Format, doch mit vollem Fokus auf aktuelle und künftige Mehrwegthemen fand vergangene Woche die Mitgliederversammlung 2020 des Pro Mehrweg e.V. statt. Mit Blick auf die aktuelle politische Entwicklung waren sich die Pro Mehrweg-Mitglieder einig, dass der jüngst vorgelegte Referentenentwurf des Verpackungsgesetzes im Hinblick auf die Ausweitung der Pfandplicht zu begrüßen sei. Dem Gesetz fehle jedoch nach wie vor ein Mechanismus, wie die im Gesetz definierte Zielquote von 70 Prozent zu erreichen sei. Prof. Dr. Remo Klinger stellte dazu in einem Vortrag über die Lenkungsabgabe auf Einwegverpackungen klar, dass solch eine Lenkungsabgabe weder europarechtlich noch mit Blick auf die deutsche Verfassung größere Probleme aufwerfe. Dabei erläuterte Klinger die Vor- und Nachteile verschiedener Gestaltungsoptionen des Steuerungsinstrumentes als Steuer bzw. als Sonderabgabe. Der geschäftsführende Vorstand des Pro Mehrweg e.V., Günther Guder, betonte mit Blick auf das anstehende Wahljahr 2021, dass der Verband das kommende Jahr nutzen werde, besonders aktiv für den Schutz und Ausbau der Mehrwegsysteme zu arbeiten.

Weitere Themen der Mitgliederversammlung waren aktuelle Kommunikationsmaßnahmen des Verbandes – wie etwa ein Pro Mehrweg Film – , ein Austausch über die jüngsten Poolsteuerungsinitiativen in der Brauwirtschaft sowie Berichte über die 1. Deutsche Mehrwegkonferenz im vergangenen Oktober und über die Verbesserung der Mehrweglogistik durch einheitliche digitale Datenplattformen. In einer Ergänzungswahl für den Beirat von Pro Mehrweg wurde einstimmig Wolfgang Ringel, Senior Vice President Governmental Affairs bei der Tomra Systems GmbH gewählt. 

 

 

Ist die 100% rPET von Pepsi „Greenwashing“?

Ist die 100% rPET von Pepsi „Greenwashing“?

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Zur aktuell laufenden Werbekampagne des Brauseherstellers Pepsi erklärt Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand des Verbandes ProMehrweg:

Pepsi will laut eigener Anzeigenaussage – zuletzt in der Süddeutschen Zeitung vom 7./8. 11 – mit 100% R-PET-Flaschen „dazu beitragen, ein Kreislaufsystem aufzubauen, in dem Verpackungen niemals zu Abfall werden.“ Dabei wird übersehen, dass seit über 120 Jahren in Deutschland bereits ein Mehrwegsystem existiert, in dem z. B. Flaschen für alkoholfreie Getränke bis zu 50mal wiederverwendet und erst dann recycelt werden. Allemal besser als Einweg-Plastik-Flaschen nach einmaligem Gebrauch zu recyceln! Hinzu kommt: Es gibt derzeit keinen 100%igen Materialkreislauf – die derzeitige durchschnittliche Einsatzquote von Recyclat bei EW-PET-Flaschen liegt bei rund 30%. Beim Transport-, Verarbeitungs- und Recyclingprozess können zudem 5% oder mehr Material verloren gehen. 
Zu guter Letzt: Die Europäische und deutsche Abfallhierarchie setzt eindeutig „Vermeidung vor Verwertung“. Und die im Deutschen Verpackungsgesetz vorgesehene Mehrwegquote von 70% wird mit R-PET- Aktivitäten komplett ignoriert. Fazit: 100rPET ist eher keine Antwort auf die Umweltkrise! 

 

 

Brandbrief wegen stark gefallener Mehrwegquote an Umweltministerin Schulze: Mehrweg-Allianz fordert Lenkungsabgabe auf klimaschädliche Einwegflaschen und Dosen

Brandbrief wegen stark gefallener Mehrwegquote an Umweltministerin Schulze: Mehrweg-Allianz fordert Lenkungsabgabe auf klimaschädliche Einwegflaschen und Dosen

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  • Verbände schlagen Alarm: Mehrweganteil sinkt auf 41 Prozent
  • Gesetzliche Mehrwegquote von 70 Prozent rückt in immer weitere Ferne
  • Umwelt- und Klimaziele sowie 150.000 grüne Arbeitsplätze der Mehrwegbranche gefährdet
  • Verbände fordern von Ministerin Schulze Abgabe von 20 Cent auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen zum 1.1.2022

 

Berlin, 6.10.2020: Die Mehrweg-Allianz fordert in einem offenen Brief Bundesumweltministerin Svenja Schulze auf, das deutsche Mehrwegsystem zu schützen und durch gesetzliche Maßnahmen den Mehrweganteil bei Getränken wieder zu steigern. Wie aus neuen Zahlen des Umweltbundesamtes hervorgeht, ist die Mehrwegquote in Deutschland nochmals von 43 auf 41,2 Prozent gesunken. Damit entfernt sich die Realität immer weiter von der gesetzlich festgelegten Quote von 70 Prozent – zulasten von Umwelt, Klima und der mittelständischen Getränkewirtschaft, die das ökologisch vorteilhafte Mehrwegsystem trägt.

Die aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, mehrwegorientierten Abfüllern sowie dem Getränkefachgroßhandel bestehende Mehrweg-Allianz ruft die Ministerin daher dringend zum Handeln auf. Sie fordert eine Lenkungsabgabe von 20 Cent auf klimaschädliche Einweg-Plastikflaschen, Dosen und Getränkekartons ab dem 1.1.2022. Die Abgabe sei zusätzlich zum Einwegpfand zu erheben. Aber auch das Einwegpfand müsse auf Frucht- und Gemüsesäfte sowie Getränke in Kartonverpackungen ausgeweitet werden. Solche Schutzmaßnahmen für das ökologisch vorteilhafte Mehrwegsystem waren durch eine Entschließung des Bundestages für den Fall vorgesehen worden, dass das Mehrwegziel von 70 Prozent deutlich unterschritten wird. Die Politik muss also jetzt handeln, um dieses von ihr selbst gesetzte Ziel zu erreichen, unterstreicht die Mehrweg-Allianz.

Hauptverantwortlich für das Absinken der Mehrwegquote machen die Verbände einwegorientierte Getränkeabfüller sowie die Großformen des Handels – allen voran Discounter wie Aldi und Lidl: „Mit der zunehmenden Listung von Getränkedosen sowie Mineralwasser in Einweg-Plastikflaschen zu Dumpingpreisen findet ein Frontalangriff auf das weltweit noch größte Mehrwegsystem statt. Die testweise Einführung von Mehrwegflaschen in einigen Aldi-Märkten hat sich nach dem offiziellen Ende des Versuchs zudem als reine PR-Aktion herausgestellt.“

In dem Offenen Brief warnen die Verfasser, dass der derzeitige Einweg-Kurs die Umwelt- und Klimaziele Deutschlands gefährde. Mehrwegflaschen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz. Durch den konsequenten Einsatz von Mehrweg- statt Einwegplastikflaschen könnten jährlich bis zu 1,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart, Milliarden Einwegverpackungen vermieden und begrenzt vorhandene Ressourcen geschont werden. Zudem sind in der mittelständisch geprägten Mehrwegbranche 150.000 grüne Arbeitsplätze in Gefahr.

Links:

Zum Offenen Brief der Mehrweg-Allianz an Bundesumweltministerin Svenja Schulze

http://l.duh.de/p201006