Mehrwegkreislauf in Schwung halten

Mehrwegkreislauf in Schwung halten

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Düsseldorf 9. April 2020 | „In der aktuellen Situation hat solidarisches Verhalten oberste Priorität. Das gilt auch und gerade für das Mehrwegsystem“, erklärt Günther Guder, geschäftsführender Vorstand des Verbandes Pro Mehrweg. Durch die stärkere Vorratshaltung in der Corona-Krise sei es zu Engpässen beim Rücklauf von Mehrwegflaschen gekommen. Der Verband Pro Mehrweg rufe daher im Einklang mit der Getränkeindustrie, dem Getränkefachgroßhandel und dem Einzelhandel Verbraucher dazu auf, ihr Leergut möglichst schnell in den Handel zurück zu bringen.

Eine scharfe Absage erteilt Guder hingegen den Versuchen Einzelner, die Rückführung von Leergut etwa durch „Kastenprämien“ in bestimmte Richtungen zu lenken. „Das läuft dem Solidarprinzip zuwider, das schon immer ein Eckpfeiler des Pool-Mehrwegsystems sein sollte, aber in diesen Wochen erst recht Grundlage unseres Handelns sein muss.“ Der Verband Pro Mehrweg unterstütze gemeinsam mit der Genossenschaft Deutscher Brunnen, dem Bundesverband des Getränkefachgroßhandels und dem Arbeitskreis Mehrweg die Initiative „Jede Flasche zählt – #BringDeinLeergut“. Auf der Webseite von Pro Mehrweg e.V. und den Webseiten der Partner finden sich die Kampagnenlogos sowie ab heute auch zwei Postermotive, die kostenlos heruntergeladen und zum Beispiel am POS eingesetzt werden können.

Verband Pro Mehrweg begrüßt Entschließung des Bundesrates

Verband Pro Mehrweg begrüßt Entschließung des Bundesrates

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Düsseldorf 13. März 2020 | Der Verband Pro Mehrweg begrüßt die heutige Entschließung des Bundesrates zur Ausweitung der Pfandplicht auf Einwegflaschen und zum Schutz von Pool-Mehrweggebinden vor einer steuerlichen Benachteiligung. Ebenso befürwortet Pro Mehrweg die in der Entschließung vorgesehene Ausweitung der Kennzeichnung auf Einweg- und Mehrwegflaschen. Der Geschäftsführende Vorstand von Pro Mehrweg, Günther Guder, erklärt dazu: „Die Länderkammer hat heute einen klaren Arbeitsauftrag an die Bundesregierung formuliert. Das Bundesfinanzministerium ist aufgefordert, schnellstmöglich die drohende steuerliche Benachteiligung von Poolmehrweggebinden zu beseitigen. Bezüglich der Erweiterung der Pfandpflicht und der Kennzeichnung auf dem Etikett liegt der Ball nun beim Bundesumweltministerium, die recht klare und einfache Entschließung des Bundesrates umzusetzen.“

Der Bundesrat hatte heute einen Antrag der Bundesländer Hessen und Baden Württemberg angenommen. Dort ist eine Erweiterung der Pfandpflicht auf alle Getränke in Dosen und PET-Einwegflaschen vorgesehen. Der Antrag hatte in der Getränkeindustrie breite Zustimmung gefunden. In der Diskussion in den zuständigen Ausschüssen war er zudem um einen Passus ergänzt worden, der eine drohende steuerliche Benachteiligung von besonders umweltfreundlichen Pool-Mehrwegflaschen verhindern soll. Diese Situation ist durch ein Schreiben des Finanzministeriums im vergangenen Jahr entstanden, in dem in Reaktion auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes die Einschätzung formuliert wurde, Pool-Mehrwegflaschen künftig steuerlich anders zu bewerten als Individual-Mehrwegflaschen. Im Ergebnis würden die Verwender besonders umweltfreundlicher Pool-Mehrwegflaschen, in der Mehrzahl kleine und mittelständische Brauereien, steuerlich benachteiligt und teils in existentielle Gefahr geraten. Pro Mehrweg e.V. hatte bereits auf seiner Mitgliederversammlung im Oktober vergangenen Jahres entschieden auf die Beseitigung dieses Missstandes hingewiesen. Darüber hinaus sieht die Entschließung eine Ausweitung der Kennzeichnungspflicht auf den Etiketten von Einweg- bzw. Mehrwegflaschen vor. Auch in diesem Punkt vertritt der Verband Pro Mehrweg bereits seit Jahren die Position, dass solch eine klare Kennzeichnung erforderlich ist, um Verbrauchern Orientierung beim Einkauf zu geben.

„Weil Einweg nicht dein Weg ist“ – Glasklare Kampagne von Fritz Kola

„Weil Einweg nicht dein Weg ist“ – Glasklare Kampagne von Fritz Kola

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Es begann vor einigen Wochen mit Installationen aus PET-Einwegflaschen, die in nächtlichen Guerilla-Aktionen in mehreren deutschen Großstädten aufgebaut wurden. Und derzeit sind bundesweit Großplakate mit dem Aufruf „Trink aus Glas“ zu sehen. Hinter der Aktion steckt Fritz Kola mit einer Kampagne, die junge und junggebliebene Menschen auffordert, auf Glas-Mehrwegflaschen beim Getränkekonsum zu setzen und auf den Zusammenhang zwischen Mehrweg, Abfallaufkommen und nachhaltigem Konsum zu achten.

Auf der Kampagnenwebseite bietet Fritz Kola zahlreiche Daten und Fakten rund um das Thema Mehrweg, Ökobilanzen und Mehrwegkreisläufe bis hin zu Fragen zur Glasproduktion.  Die Kampagne ist offen für Partner und ist langfristig angelegt. Alle Informationen gibt es auf der Kampagnenwebseite.

Foto Aktion Hamburg: offenblen.de