Aktuelle Trends und Entwicklungen prägen den Getränkemarkt und die Diskussion um Verpackungen.

Getränkedosen konnten zuletzt wieder leicht Marktanteile gewinnen. Das ist keine gute Nachricht für die Umwelt, denn Dosen legen aufgrund der vergleichsweise wenigen Abfüllanlagen, die es gibt, viele Transportkilometer zurück. Und selbst wenn sie recycelt werden, kostet dies viel Energie. Die von Dosenherstellern beauftrage IFEU-Ökobilanz von 2010 kommt daher zu dem Schluss, dass eine Standardbierflasche („NRW-Flasche“) gut 1000 km transportiert werden könnte und immer noch ökologisch gegenüber einer Dose die Nase vorn hätte.

Gegenstand aktueller Diskussion ist auch die Zunahme sogenannter Individualflaschen, also von Flaschen, die ausschließlich von einem Hersteller verwendet werden. Das würde, so die Verfechter von Einwegflaschen, den ökologischen Vorsprung von Mehrwegflaschen nivellieren. Tatsächlich stehen diesem Argument jedoch zwei Fakten entgegen: Individual-Mehrwegflaschen haben nicht ebenfalls eine hohe Umlaufzahl, sondern sie sind meist auch ökologisch, etwa in Punkto Gewicht, optimiert. Sie können daher nicht mit den etablierten Poolflaschen verglichen werden. Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der Unternehmen, die individuelle Flaschen verwenden, ihre Produkte regional vertreiben. Somit ist falsch, bei individuellen Mehrwegflaschen automatisch mit weiten Transportwegen zu identifizieren.

 

Verbraucher wünschen Mehrweg

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An der Spitze

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